GESCHICHTE DER KARTONHERSTELLUNG

Endprodukte

 

Der Weg vom Fichtenholz bis zum Karton in Verla 1872-1964

Das Hauptprodukt von Verla, weißer Karton, genoss auf damaligen Märkten einen guten Ruf. Er wurde neben Finnland nach Russland, Mitteleuropa und sogar nach Südamerika verkauft. Zu den wichtigsten Kunden gehörten Schachtelfabriken und Buchbindereien. Die Jahresproduktion von Verla betrug fast 2000 Tonnen, was heutzutage der Tagesproduktion einer großen Papierfabrik entspricht.

Hier wird es genauer berichtet, wie aus sorgfältig ausgesuchtem Rohmaterial, dem  Fichtenholz, durch die Initiative der Verlaer Qualitätskarton wurde:

 

Die Fichtenstämme wurden mit Pferden und Wagen zur Fabrik transportiert. In der Schleiferei wurden die Stämme mit einer handbetriebenen Kreissäge in halbmeterlange Stücke geschnitten, wonach sie sorgfältig entrindet wurden.

 

Die entrindeten Blöcke wurden mit drei einheimischen Schleifmaschinen zum Holzschliff geschliffen.

 

Aus der Schleiferei wurde die Masse durch Rohre zu acht Sammlermaschinen mit Zylindern ins  Untergeschoss geleitet. Der naturweiße Holzschliff wurde zu Bögen von 70x100cm verarbeitet. Diese Maschinen wurden ausschließlich von Frauen bedient.

 

Aus dem unteren Schleifereiraum wurden die Bögen ins Trocknungshaus transportiert, in dem sie in ungefähr 3 Tagen trockneten. Die Temperatur konnte sogar 75 Grad betragen. Die Heizung benötigte 80 Kubikmeter Holz pro Tag.

 

Vor der Sortierung wurden die trockenen Bögen geglättet. Beim Sortieren wurde jeder Bogen  einzeln gewogen und je nach Gewicht sortiert. Zum Schluss wurde der Karton in Kolli von 200kg gepackt.

 

DER BESTE KARTON VON VERLA

Aus dem berühmten Qualitätskarton von Verla wurden z.B. folgende Produkte hergestellt:

-Zielscheiben

-Käseschachtel

-Kekspakete

-Einlegesohlen

-Schuhschachteln

-Buchdeckel

-Schachteln

-Kuchenteller

-Nudelverpackungen

-Kartonrahmen

-Verpackungen

-Zigarettenschachteln